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Das Geiseltal

Tradition

300 Jahre Bergbau im Geiseltal
1698 - 1998


Das historische Archiv in Mücheln bezeugt, belegt durch Abrechnungen der Kämmerei aus dem Jahre 1698, die ersten Kohlefunde im Geiseltal. Jedoch blieben das einzelne kleine Funde, aber es war der Beginn des Bergbaues im Geseltal. Bis Ende des 19. Jahrhunderts wurde das Geiseltal immer noch vorwiegend landwirtschaftlich genutzt. Zu dieser Zeit verlief der Geiselbach von den Müchelner Muschelkalkhöhen durch das Gehüfte bis Frankleben und dann weiter bis Merseburg, wo die Geisel in den Gotthardtteich mündete. Von Mücheln bis Frankleben wurden entlang der Geisel 16 Wassermühlen betrieben. Aber auch kleinere Industriebetriebe waren bereits vorhanden. So zum Beispiel Zuckerfabriken und Ziegeleien.
Ende des 19. Jahrhunderts wuchs im Zuge der wachsenden Industrialisierung auch die Abbaugeschwindigkeit der Braunkohlevorkommen. Da auch im Geiseltal der Bedarf an Energie und Energieträgern immer weiter anstieg. Dies wurde bis hin zum Raubbau der Braunkohle betrieben, ohne dass man dabei Rücksicht auf die ökologischen Folgen nahm.
Inzwischen waren die Braunkohlelagerstätten im Geiseltal weithin bekannt.
Durch:
    • viele gut erhaltene Fossilienfunde,
    • Braunkohlevorkommen von über 1,5 Milliarden Tonnen
    • und einer Kohlemächtigkeit von bis zu 120 m
zählten die Braunkohlelagerstätten des Geiseltals zu den bekanntesten Lagerstätten Deutschlands.
Die Hauptlagerstätte der Braunkohle erstreckte sich über eine Länge von 15 km und eine Breite von 5 km. Und sie lag entlang der Ortschaften Mücheln, Krumpa, Braunsbedra und Frankleben.

Das Steigerlied und das Geiseltal!

Hintergrundmusik

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Das Steigerlied ist die "Hymne der Bergleute" und gehört natürlich auch zum Geiseltal. Es wird traditionell auf allen Festen mindestens einmal gesungen. Es gibt viele unterschiedliche Versionen, wobei aber die ersten vier Strophen und die letzte im wesentlichen immer gleich sind.

Hier nun der Text des Steigerliedes:

1
Glückauf, Glückauf! Der Steiger kommt
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
und er hat sein helles Licht bei der Nacht,
schon angezünd't, schon angezünd't.

2
Hat's angezünd't! Es wirft seinen Schein,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
und damit so fahren wir bei der Nacht,
ins Bergwerk 'nein, ins Bergwerk 'nein.

3
Ins Bergwerk 'nein, wo die Bergleut' sein,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
die da graben das Silber und das Gold bei der Nacht,
aus Felsgestein, aus Felsgestein.

4
Der eine gräbt das Silber, der andre gräbt das Gold.
Doch dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht,
Doch dem schwarzbraunen Mägdelein bei der Nacht,
dem sein sie hold, dem sein sie hold.

5
Ade, ade! Herzliebste mein!
Und da drunten im tiefen, finstern Schacht bei der Nacht,
Und da drunten im tiefen, finstern Schacht bei der Nacht,
da denk' ich dein, da denk' ich dein.

6
Und kehr' ich heim, zur Liebchen mein,
dann erschallet des Bergmannes Gruß bei der Nacht,
dann erschallet des Bergmannes Gruß bei der Nacht,
"Glückauf, Glückauf, Glückauf, Glückauf"!

7
Die Bergleut' sein kreuzbrave Leut',
denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
denn sie tragen das Leder vor dem Arsch bei der Nacht,
und saufen Schnaps, und saufen Schnaps.

Quelle: Bild zum Liedtext und Hintergrundmusik © Bergmannsverein General Blumental e.V.


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Letztes Aktualisierung: 06.09.2009 - 13:17





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